Mannheimer Geschichtsblätter 19, 2010

Mitte Juni ist es so weit: Der neue Band der Mannheimer Geschichstblätter erscheint!

 

Dieses Mal handelt es sich um einen Tagungsband des von der EU-Kommission geförderten Forschungs- und Ausstellungsprojektes DressID - ganz speziell um einen Tagungsband der Arbeitsgruppe A "Self and Society".

 

Was gibt es Neues? heißt es oft, eine mögliche Antwort lautet: Kennen Sie das Alte? Der allzu Neu-Gierige vergißt, dass die Vergangenheit immer noch ein Buch mit sieben Siegeln ist. Ihrer fortschreitenden Erhellung widmen sich Mannheimer Altertumsverein und rem auch in diesem Band, wiederum mit Beiträgen, die sich ganz aktuellen, interdisziplinären Forschungsansätzen verdanken und hier zum ersten Mal publiziert werden.

 Bilder des Selbst und ihre Vermittlung im näheren und weiteren Umkreis sind seit der Schule der Annalisten ein wichtiges Thema der Historiographie. Wie ein Landesherr den Technologietransfer zum Wohl seiner Untertanen und gleichzeitig für seine Darstellung als aufgeklärter Fürst einsetzte – und wie wenig ihm dies letztendlich im Urteil der Nachwelt nutzte –, wird hier erläutert. Die biographischen Bruchstücke” Collinis lenken das Augenmerk auf eine weitere, lange gebräuchliche Form der Eigenpräsentation, das persönliche Siegel.

 Selbstdarstellung durch Kleidung ist einerseits selbstverständlich, stand aber andererseits lange im Verdacht unziemlicher Eitelkeit. Erst spät wurde sie deshalb zum Gegenstand historischer Forschung. Der Bedeutung des Themas angemessen, gelang es den rem, ein großzügig gefördertes EU-Projekt zu initiieren, unter der Bezeichnung „Clothing and Identities. New Perspectives on Textiles in the Roman Empire (DressID)” widmet es sich dem Verhältnis von Kleidung und Identität im römischen Reich. Multinationale Arbeitsgruppen tagen in regelmäßigen Abständen, die Ergebnisse der Tagung in Sheffield sind in diesem Band versammelt.

 



Clothing and identities



New perspectives on
textiles in the
Roman empire.